Kategorie: Aktuelles
Anpassungen der Planungen im Überblick
Im Zuge der Weiterentwicklung der Planungen stehen sowohl die Atmosphäre im Stadion als auch funktionale, sicherheitsrelevante und barrierefreie Aspekte im Fokus. Nach derzeitigem Planungsstand wird die sanierte Bremer Brücke künftig über rund 17.300 Plätze verfügen – das Verhältnis zwischen Steh- und Sitzplätzen bleibt nahezu unverändert bei einer erhöhten Gesamtkapazität. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Anpassungen in den einzelnen Tribünenbereichen.

  Osttribüne:

Ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung war die Überführung der bisherigen Entwürfe in ein detailliertes 3D-Modell. Dadurch konnten insbesondere die Sichtlinien der einzelnen Plätzen realitätsnah überprüft werden. Im Zuge dessen hat sich gezeigt, dass die bislang vorgesehenen 60°-Ecken noch nicht in allen Bereichen optimale Bedingungen bieten. Gleichzeitig lassen die engen Baugrenzen keine Verschiebung der Kuven nach hinten zu.

Als Lösung wurde daher eine „Brücke“ entwickelt, die gleich zwei besondere Mehrwerte schafft: Zum einen entstehen barrierefreie Rollstuhlplätze zentral auf der Tribüne – geschützt, aber mitten im Geschehen. Zum anderen wird eine zusätzliche Ebene in Form einer Empore geschaffen, die Platz für Stehplätze bietet und so die Atmosphäre auf der Osttribüne weiter stärkt.

Unverändert ist in der Planung, dass es – dem allgemeinen Fanwunsch entsprechend – im Bereich hinter dem Tor und auf dem Affenfelsen keine Mundlöcher innerhalb der Tribüne geben soll. Ebenso sieht die Planung weiterhin den Erhalt der vier prägenden Flutlichtmasten vor.

Westtribüne:

Auf der Westtribüne besteht in der 60°-Ecke ebenfalls die Thematik der Sichtlinien, so dass auch dort eine Art Oberrang entsteht.

Im Zuge der weiteren Planung und im Austausch mit den Anwohnern wurde für die sogenannte „Omas-Ecke“ nochmal deutlich, dass neben der Lautstärke auch die Lichtverhältnisse eine wichtige Rolle spielen. Die Planung der Schallschutzwand wurde daher entsprechend angepasst: Sie wird so ausgeführt, dass sie die Akustik bestmöglich abschirmt, gleichzeitig aber in ihrer Höhe so begrenzt, dass ausreichend Sonnenlicht in die angrenzenden Gärten gelangen kann. Die oben abgebildete Visualisierung der Ecke ist hier zunächst alt Platzhalter zu verstehen.

Im Zuge dieser Umplanung wurde auch die Position der Anzeigentafel in die Süd-West-Ecke verlegt. Diese wird künftig so unter dem Dach angebracht sein, dass sie sowohl gut einsehbar ist, aber auch für niemanden die Sicht auf das Spielfeld eingeschränkt wird. Entsprechend wurde auch die Anzeigentafel auf der Osttribüne neu verortet und befindet sich nun in der Nord-Ost-Ecke.

Südtribüne:

Auch in der Planung der Südtribüne wurden wichtige Anpassungen vorgenommen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Barrierefreiheit: Künftig entstehen hier zusätzliche barrierefreie Plätze – sowohl auf Höhe der Mittellinie mit optimaler Sicht auf das Spielgeschehen als auch im Business-Bereich auf den Terrassen und in den Logen.

Eine weitere Änderung betrifft die Position der Mannschaftsbänke. Diese waren ursprünglich in der ersten Reihe der Tribüne vorgesehen, werden nun jedoch vor der Tribüne angeordnet. Dadurch ergeben sich sowohl funktionale als auch organisatorische Vorteile im Ablauf rund um den Spielbetrieb.

Um darüber hinaus zusätzliche Flächen unter der Tribüne zu schaffen – insbesondere für Sanitäranlagen – wird ein Teilbereich unter der Südtribüne abgesenkt. Ziel ist es, hier Flächen für die Foyerbereiche im Sinne einer höchstmöglichen Aufenthaltsqualität zu gewinnen. Da im Zuge der Sanierung ohnehin der Einbau von Pumpen erforderlich ist, stellt dies keine wesentliche technische Hürde dar. Ein ähnliches Vorgehen ist ebenfalls für den Bereich unter der Osttribüne vorgesehen.

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